Wer/Philosophie/Sonstiges

Bild oben: Prinsengracht mit Westerkerk, Amsterdam 2014

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“In Tübingen liegt Holland in Frankreich!”

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Seit 2012:

Tretmühle Tübingen ist das Fachgeschäft für moderne Mobilität im französischen Viertel in Tübingen.

Modern : “dem neuesten Stand der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Entwicklung entsprechend, zeitgemäß” (Die ZEIT Das Lexikon, Bd. 10; S.  29).

Dem entspricht unser Ansatz in vielerlei Hinsicht,

z.B.: für Entschleunigung, ökologisch orientiert, familienfreundliche Fortbewegung, lokal und europäisch.

“Wo kämen wir hin, wenn alle sagten wo kämen wir hin,  und niemand ginge,  um einmal zu schauen,  wohin man käme,  wenn man ginge.”

“Wo chiemte mer hi, wenn alli seite  wo chiemte mer hi, und niemer giengti  für einisch z’luege, wohi dass me chiem, we me gieng.”

Kurt Marti (1921-2017)

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“Lekker fietsen”

Gemütlich, zufrieden und glücklich Radfahren

Amsterdam in der niederländischen Provinz Nord-Holland gilt als Fahrrad-Hauptstadt der Welt.

In Tübingen liegt Holland in Frankreich! Das liegt am Fahrradladen Tretmühle im Französischen Viertel, dessen Inhaber Tobias Kröll zwei Jahre in Amsterdam gelebt hat.

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Film: “De Benen van Amsterdam” von Wytse Koetse, Portrait einer “echt Amsterdamer Fahrradwerkstatt” im Stadtviertel Jordaan.

Tretmühle-Inhaber Tobias Kröll arbeitete ebenfalls in einer Fahrradwerkstatt im Jordaan (in der “Fietsenmakerij Freewheel” in der Akoleienstraat), die der hier portraitierten Werkstatt sehr stark ähnelte.

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Sein Handwerk lernte Tobias Kröll von der Pike auf vor über 25 Jahren in Tübingen.

Seit Sommer 2016 arbeitet Peter Spraul stundenweise in Laden und Werkstatt mit.

=> Tretmühle verbindet die niederländisch-praktische Leichtigkeit des Alltagsradelns  mit der bewussten Entscheidung, für eine ökologisch sinnvolle, nachhaltige Mobilität.

Dazu gehören leichte Trekking-Räder und Pedelecs, robuste Stadsfietsen (Hollandräder), praktische Cargobikes, wahlweise mit Elektroantrieb – je nach individuellem Einsatzzweck – verbunden mit dem Bewußtsein, dass Elektroantriebe nicht per se ein Synonym für “umweltfreundlich” sind (von den sozialen Problematiken beim Abbau der Rohstoffe einmal abgesehen),  aber im Gegensatz zu reinen Elektroautos in unserer Lebenswelt einen annehmbaren Kompromiss als Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennngsmotoren darstellen.

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Seit 2014 schreibt Tobias Kröll für die Online-Fahrradzeitschrift Fahrradzukunft die Kolumne “Tobis Fahrradgeschichten”

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Tretmühle im Porträt:

Wahltübinger, Handwerker, Visionär“, in der Beilage des Schwäbischen Tagblatts . “Gog”, 9. Juni 2018 (S. 17, blättern auf der verlinkten Seite mit den Pfeilen unten links)

- Porträt des Ladens in “Tübingen im Fokus” (S. 10, Ausgabe vom 15.April 2016)

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 ZUR GESCHICHTE:

Der Fahrradladen Tretmühle wurde am 31. März 2012 im Französischen Viertel in Tübingen eröffnet.

Neben dem Angebot an Alltags- und Reiserädern (taz Rad, INTEC, Maxcycles) ist Tretmühle inzwischen weit über Tübingen hinaus als Fachgeschäft und Fachwerkstatt für Hollandräder (lieferbar: Azor, Cortina, Batavus, Maxcycles Münsterland) und niederländische (Kinder-)Transporträder bekannt.

 

ZUM INHABER:

Tretmühle-Inhaber Tobias Kröll ist  gelernter Zweiradmechaniker (Gesellenprüfung 1993) mit Ausbildungsberechtigung der Handwerkskammer Reutlingen (2011) und Sozialwissenschaftler/Diplom Pädagoge. Tobias Kröll arbeitet vormittags als Sozialarbeiter und berät junge Menschen bei der Berufsorientierung und im Übergang Schule-Beruf.

Das Engagement für alternative Mobilität ist für ihn ein Teil des Engagements für einen umfassenden sozialökologischen Umbau.

Tobias Kröll interessierte sich seit früher Jugend für Umweltschutz.
Um sich praktisch an der Basis zu engagieren, machte er zu Beginn der 1990er Jahre eine Zweiradmechaniker-Ausbildung in einem  Fahrradladen der damals Mitglied im “Verbund selbstverwalteter Fahrradbetriebe” war (VSF, heute: “Verbund Service und Fahrrad”).

“Warum Politik studieren? Praktische Umweltpolitik machen!”, war die Devise. Das Engagement in der Lateinamerika-Solidarität ergänzte den Umweltschutzgedanken. Später kam  doch noch ein sozialwissenschaftliches Studium dazu.

Ein sozialökologischer Umbau der Gesellschaft findet auch im Bewußtsein statt. Er braucht als Basis in der Breite der Gesellschaft viele Menschen und Projekte  und zur Stabiliserung der Rahmenbedingungen Politikerinnen und Politiker, die beim Marsch durch die Institutionen ihre Ideale nicht verlieren!